Glücksspirale

Glücksspirale 2017-03-25T08:38:09+00:00

Es gibt im Bereich der Lotterien durchaus Beispiele für Tradition, die sich im Verlauf der Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung festgesetzt und sich somit etablieren konnten. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die Glücksspirale, die auch in der Eigenschreibweise aus dem Lotterieangebot hervorsticht. Bei der Glücksspirale handelt es sich, ähnlich wie das Spiel 77 oder die sogenannte Super 6, um eine Nummernlotterie. Der Unterschied zu den vorgenannten Zusatzlotterien besteht darin, dass bei der Glücksspirale keine einzelne Nummer bei der Ziehung gezogen wird sondern vielmehr die Gewinnzahlen für jede einzelne Gewinnklasse eigens ermittelt wird. Im Zuge der Ziehung gibt es in den Gewinnklassen 6 und 7 sogar jeweils zwei Zahlen. Insgesamt kann die Glücksspirale mit neun Lottozahlen aufwarten, wobei die ersten fünf Gewinnklassen aus jeweils einer Zahl zwischen 1 und 5 und die Gewinnklassen 6 und 7 mit jeweils zwei Zahlen zwischen 1 und 6 bzw. 1 und sieben bestehen.

Glücksspirale Gewinnzahlen

Die Ziehung der GlücksSpirale findet immer samstags um 19:15 Uhr bei der Staatlichen Lotterieverwaltung in München statt.

Glücksspirale Ziehung vom: Samstag, 17. Juni 2017

Gewinnklasse Gewinnzahlen Anzahl Gewinne* Quoten  
1 4
80.158,4 x 10,00 €  
2 8 8
8.458,4 x 20,00 €  
3 8 2 7
996,7 x 50,00 €  
4 9 6 0 5
84,7 x 500,00 €  
5 2 8 8 2 5
8,0 x 5.000,00 €  
6 8 9 8 8 0 0
6 4 9 0 6 2
0,0 x 100.000,00 € **
7 4 7 0 6 3 8 9
8 0 7 2 6 9 4
0,0 x monatl. 7.500,00 € ***

Die Geschichte der Glücksspirale

GlücksspiraleDie Geschichte der Lotto Glücksspirale ist überaus interessant und reicht zurück bis hin zu den Olympischen Spielen 1972 in München. Da diese Zeit als Geburtsstunde der Glücksspirale gilt wurde als Symbolik für diese Lotterie die Strahlenspirale gewählt. Die eigentliche Idee für die Lotterie kam jedoch dem NOK (Nationales Olympisches Komitee) sowie dem Deutschen Toto- und Lottoblock bereits drei Jahre zuvor im November 1969. Das deutsche öffentlich rechtliche Fernsehen war ebenfalls an der Entstehungsgeschichte der Lotterie beteiligt, da mit den Einnahmen letztlich die Finanzierung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 1972 in der bayrischen Landeshauptsstadt München gewährleistet werden sollte. Die Gücksspirale wurde als Ergänzung zur Olympia-Lotterie eingeführt, da deren Erlöse zur Finanzierung der in gleichermaßen in Bayern und Schleswig-Holstein stattfindenden Spiele nicht ausreichend waren. Das Konzept der Lotterie war zunächst zeitlich auf drei Jahre begrenzt und 1975 kurzzeitig ausgesetzt, bevor der Deutsche Toto- und Lottoblock die Lotterie im Jahr 1976 aufgrund der großen Nachfrage wieder aktivierte. Die hälftigen Einnahmen aus der Lotterie wurden an die BAG freie Wohlfahrtspflege sowie gleichermaßen an den Sportbund der Deutschen abgeführt. Im Jahr 1991 wurde auch die Deutsche Denkmalpflege in die Liste der Begünstigten aus der Lotterie eingetragen und im Jahr 2000 wurde auch die Umwelt- und Naturstiftung hinzugefügt.

Mit der Teilnahme an der Glücksspirale kann der Glücksjäger somit gleichsam etwas Gutes tun und die Chance auf die Sofortrente erhalten.

Die Lotterie war auch die erste und bislang einzige Lotterie, zu deren Ehren eine Sondermünze als limitierte Kollektion herausgegeben wurde, wobei die Ehrung wohl eher in Richtung der olympischen Sommerspiele ging. Dank der Übernahme des Symbols wird jedoch die Glücksspiralenlotterie auf ewig in Verbindung mit der Sonderprägung der 10-DM-Sondermünze in Verbindung gebracht werden. Derartige Münzen sind in der heutigen Zeit ein überaus begehrtes Sammlerstück, da sich lediglich auf der ersten Münze von fünf verschiedenen Münzen das Symbol findet.

Die Gewinnchancen in der Lotterie

Glücksspirale GewinnzahlenDie Chancen auf einen Gewinn in der Glücksspirale Samstag sind mit 1:10 plus X durchaus vergleichbar wie andere Lotterien. Beachtet werden sollte allerdings, dass die jeweiligen Gewinnklassen zu der Berechnung hinzugezogen werden muss, so dass sich in der fünften Gewinnklasse eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 1:100.000 ergibt. Da jedoch in der 6 sowie 7 Gewinnklasse zwei Lottozahlen gezogen werden verdoppelt sich auf diese Weise die Chance für den Glücksjäger. Als Maximalgewinn in der höchstmöglichen Gewinnklasse der Lotterie, der Gewinnklasse 7, wird ein Gewinn von knapp 2 Millionen Euro angegeben. Dieser Gewinn kann bereits mit einem Einsatz von nur 5 Euro erzielt werden.

Der Gewinner erhält jedoch diesen Gewinn nicht direkt auf sein Konto ausgezahlt, da der Gewinn in Form einer Sofortrente ausgezahlt wird. Aus diesem Grund wird die Auszahlung an ein Versicherungsunternehmen vorgenommen, welches bei der Glücksspirale aktuell in Form der Atlanticlux LV S.A. in Luxemburg zur Seite steht. Der Gewinner erhält von diesem Unternehmen ein indiviuelles Angebot für eine Lebensversicherung sowie eine monatliche Sofortrente, deren Höhe sich nach dem Spieleinsatz des Gewinners richtet. Die Spannen reichen hierbei von 1.500 Euro über 3.750 Euro bis hin zu 7.500 Euro. Der Gewinn aus der Lotterie ist vererbbar, so dass die Erben des Gewinners den Restbetrag des Gewinns ausgezahlt bekommen. Eine Sofortauszahlung des Gewinns ist mittlerweile auch möglich, jedoch muss der Gewinner zwangsläufig eine Mindestdauer von vier Wochen nach dem Gewinn abwarten. Die Gewinnauszahlung wird letztlich durch das Versicherungsunternehmen durchgeführt, da der Gewinn für die Betreiber der Lotterie eine befreiende Wirkung hat. Somit wird nach dem Gewinn das Versicherungsunternehmen als direkter Ansprechpartner angesehen.

Nachrichten zur Glücksspirale Lotterie

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Keine Einkommenssteuer auf Gewinne in der Glücksspirale

Glücksspirale SteuernBesonders schön für die Gewinner ist die Tatsache, dass der Gewinn als solcher nicht dem deutschen Einkommenssteuergesetz unterliegt. Dies bedeutet, dass auf den reinen Gewinn an sich keine Steuern entrichtet werden muss allerdings gilt diese Regelung nicht für Kapitalerträge, die in Verbindung mit der Lebensversicherung oder anderweitigen Kapitalanlagen heraus zugunsten des Gewinners ergeben. Derartige Erträge unterliegen der Einkommenssteuer und müssen entsprechend auch im Zuge der jährlichen Steuererklärung angegeben und versteuert werden. Diese Erträge werden in der Steuer auch als Ertragsanteil angesehen.

Da die Gewinne der Lotterie festgeschrieben sind hängen sie nicht, wie bei anderen Lotterien üblich, mit der Gesamtanzahl der glücklichen Gewinner zusammen und werden auch nicht geteilt. Dieses Totalisatorprinzip, das bei herkömmlichen Lotterien durchaus üblich ist, gibt es bei der Lotterie nicht. Als einzige Ausnahme gilt der Fall, wenn in der zweithöchsten Gewinnklasse die Gewinneranzahl die Grenze von 100 übersteigt oder wenn in der Gewinnklasse 7 mehr als zehn Gewinner auftreten. Für derartige Fälle gibt es Gewinnobergrenzen, die eine Insolvenz des Betreibers verhindern sollen. In der Gewinnklasse 6 beträgt die Obergrenze 10.000.000 Euro und in der Gewinnklasse 7 ist die Obergrenze auf 20.1 Millionen Euro festgesetzt. Diese Obergrenzen werden im Falle der Gewinnobergrenzen unter den Gewinnern aufgeteilt.

Die Preise für die Teilnahme

Bei einigen Online Lottoanbietern kann der Spieler an der Lotterie teilnehmen, jedoch beträgt der Preis für die Teilnahme 5 Euro. Hierzu muss noch die jeweilige Tippgebühr des jeweiligen Anbieters hinzuaddiert werden. Es gibt Bundesländer, in denen der Spieler auch Losanteile zum halben Preis erwerben kann oder in denen ein sogenanntes Fünftel-Los für 1 Euro verfügbar ist. Zusätzlich zur Glücksspirale kann der Spieler gleichsam an den Zusatzlotterien Spiel 77 sowie Super 6 teilnehmen, da diese Zusatzlotterien einzeln nicht gespielt werden können. Wer sich einmal ausgiebig mit der Lotterie auseinandergesetzt hat, der wird feststellen, dass im Vergleich zu herkömmlichen Lotterien die Auszahlungsquote in der Glücksspiralenlotterie mit 39,4 % recht hoch ist.

Die Glücksspirale Live im TV

Zu Beginn der 1970er Jahre wurde die Ziehung der Gewinnzahlen in regelmäßigen Abständen im Sportstudio des Zweiten Deutschen Fernsehens durchgeführt. Im Zeitraum der WM 1974, die in Deutschland ausgetragen wurde, gab es die Fernsehshow der Glücksspirale, die von Freddy Quinn moderiert wurde.

Auf dem Privatsender Sat. 1 wurde im Zeitraum von 1996 bis zum Jahr 2001 einmal monatlich die Ziehung der Gewinnzahlen live im Fernsehen ausgestrahlt. Zunächst führte Kai Pflaume die Zuschauer durch die Sendung, bevor die Nachfolgesendung „Kleine ganz groß“ mit Christian Clerici etabliert wurde. Diese Sendung wurde jedoch von dem Sender nur ein Jahr lang ausgestrahlt. Von 2005 bis zum Jahr 2008 führte Sat.1 eine Kooperation der Sendung Deal or No Deal des niederländischen Produzentenunternehmens Endemol gemeinschaftlich mit der Lotterie durch.

*In einigen Bundesländern können Anteile an Glücksspirale-Losen gespielt werden. Anfallende Gewinne werden entsprechend den erworbenen Anteilen ausbezahlt. Daher werden die GlücksSpirale-Gewinne mit einer Stelle hinter dem Komma ausgewiesen. **Werden in der Gewinnklasse 6 mehr als 100 Gewinner pro Veranstaltung ermittelt, vermindert sich der Gewinn entsprechend. ***Werden in der Gewinnklasse 7 mehr als 10 Gewinner pro Veranstaltung ermittelt, vermindert sich der Gewinn bzw. die Rente entsprechend.

Foto: Webseite der Glücksspirale

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